Historisches Erbe, Schönheit der Glockentürme, die Gastfreundschaft und Wärme der Sch'tis: Hier ist alles echt!

In Nordfrankreich gibt es nicht nur Bergarbeiter... Die 2008 in einem phänomenal erfolgreichen Film verewigte Region Nord-Pas-de-Calais hält mit ihren wunderschönen Glockentürmen die Erinnerung an die Vergangenheit wach, ist aber gleichzeitig dynamisch und der Zukunft zugewandt. Eine leckere Tarte au maroilles bildet den perfekten Abschluss eines Aufenthalts, der vor allem durch gelebte Gastfreundschaft geprägt ist. Oder, um mit dem Filmemacher zu sprechen: „Willkommen bei den... Nordfranzosen!“

André Dennequin führt das INTER-HOTEL Belle Hotel in Bailleul, ein 3-Sterne-Haus in der Nähe von Lille. André ist ein waschechter Nordfranzose: „Ich bin durch und durch Flame. Seit einem halben Jahrhundert gehen meine Frau und ich ganz in diesem wunderbaren Beruf Hotel- und Restaurantbetreiber auf. Die Region ist eingeklemmt zwischen dem Nord-Pas-de-Calais und der Grenze zu Belgien, dem Land, in dem während des Waffenstillstands im ersten Weltkrieg die Kartoffel zur Pommes wurde. In meiner Freizeit übe ich einen Sport aus, der aus dem Mittelalter stammt, und zwar Bogenschießen mit vertikaler Sehne. Dabei schieße ich auf Vögel. Keine Sorge, heutzutage sind die nicht mehr echt“, grinst er.

„Das Erbe der Bergarbeiter, diese alten Arbeiterhäuser, ist bei uns noch sehr stark sichtbar. Das Museum von Lewarde ist ein wunderbarer Ort der Erinnerung, in dem das gesamte Leben mit dem Bergbau dargestellt ist.“ „Im Norden haben wir viele solcher Erinnerungsorte, und die ziehen die Touristen an. Vor allem Engländer, Australier und Kanadier besuchen die Militärfriedhöfe, Friedhöfe, die von einer schmerzlichen Vergangenheit berichten, die nach wie vor präsent ist.“

„Aber zu unserem Erbe gehört auch die Tuchmacherei. Hier wird noch heute die Klöppelspitze hergestellt, wie man sie aus Calais und Caudry kennt und die bei den großen Modemachern sehr beliebt ist. Oder auch unsere wunderschönen Häuser, welche die Wärme des roten Backsteins in den Vordergrund stellen und mit hübschen Treppengiebeln aufwarten. Unsere Glockentürme, die zum UNESCO-Welterbe gehören, sind so hoch, dass sie die Städte dominieren. Orgelbauer haben hier die schönsten Carillons eingebaut.“ Im Norden hat jede Stadt ihren „Riesen“, eine Fantasiefigur, eine historische Persönlichkeit oder auch ein Tier. Sie sind Zeugen der Feste, des Karnevals und einer reichhaltigen Küche: Karbonade, Potjevleesch, Moules-frites, Tarte au maroilles, ... Anlässlich der verschiedenen Karnevalsfeiern der Region erscheinen die Riesen im Festtagsgewand.

Entdecken Sie in Saint-Omer im Pas-de-Calais die Sümpfe des Naturparks Audomarois und probieren Sie einen Genever aus Houlle. In der Nähe von Fontaine-Notre-Dame, genauer gesagt in Cambrai, erwarten Sie die süße Nascherei „Bêtises“, aber auch wunderschöne Gebäude. Entlang der „Hopfenstraße“, die in Poperinge an der französisch-belgischen Grenze beginnt, lernen Sie die Bierherstellung in den Mikro-Brauereien kennen und können sicher auch mal das ein oder andere Bier probieren.

Lassen Sie sich in Lille, der „Hauptstadt des Nordens“, in der General de Gaulle geboren wurde und seine Kindheit verbrachte, vom Charme des Viertels Vieux-Lille verzaubern. Die Stadt besteht aus insgesamt 10 Vierteln. Sie ist offizielle „Kunst- und Geschichtsstadt“ und beherbergt ein Kunstmuseum, das nach dem Louvre als zweitgrößtes Frankreichs gilt, aber auch ein naturkundliches Museum und das Hospice Comtesse, in dem das Leben in Flandern zwischen Mittelalter und Revolution nachgezeichnet wird. Das Geburtshaus von Charles de Gaulle ist heute ebenfalls ein Museum. Die Braderie von Lille, ein riesiger Trödelmarkt, zieht ebenfalls zahlreiche Besucher an, die sich die Region anschauen und gleichzeitig das ein oder andere Schnäppchen machen wollen.

Nutzen Sie den Aufenthalt in einem unserer Hotels im Umland von Lille, Ronchin, Villeneuve-d’Ascq, um alles zu entdecken, was es zu bieten hat. Ganz in der Nähe von Noyelles-Godault befindet sich das Museum Louvre-Lens, das Sie auf jeden Fall besuchen sollten. Es wurde 2012 eröffnet und zeigt Werke von Delacroix, Botticelli, Raffael, Rubens oder auch Poussin. Weiter geht es in Richtung Maubeuge, nach Louvroil. Die Festungsanlagen von Vauban stellen eines der einprägsamsten Zeugnisse für die Geschichte der Stadt dar. Arras bei Fresnes-les-Montauban verfügt ebenfalls über eine Zitadelle, die nach Plänen von Vauban errichtet wurde. Sie ist ein wunderschönes Beispiel für die Militärarchitektur des 17. Jahrhunderts. Setzen Sie Ihren Besuch in Douai fort. Im hiesigen Museum gibt es flämische und holländische Malerei aus dem 14. und 17. Jahrhundert zu sehen. Der Besuch lohnt sich besonders anlässlich der berühmten Fêtes de Gayant, deren traditioneller Umzug legendär ist.

Die nächste Station ist Calais bei Coquelles. Erklimmen Sie die zweihunderteinundsiebzig Stufen seines Leuchtturms, der einen einzigartigen Ausblick auf das Meer und die gesamte Stadt bietet. Beenden Sie Ihren Besuch in Béthune, ganz in der Nähe von Bruay-la-Buissière. Liebhaber der regionalen Küche und Käsefans erfreuen sich vielleicht am „Fort de Béthune“, einem Käse, der aus Käseresten, die mit Alkohol verknetet werden, hergestellt wird. „Die Region Nord-Pas-de-Calais, das sind auch ihre Küsten und wunderschönen Felsen“, so André Dennequin weiter. Hier überquerte Louis Blériot am 25. Juli 1909 mit seinem Flugzeug den Ärmelkanal. Das nette Drachenfest, das jedes Jahr im April stattfindet, wird auf dem Strand in Berck-sur-Mer ausgetragen.

André Dennequin hat das Schlusswort: „Komm zu mir, meine Tür steht dir immer offen...“ Denn die Gastfreundschaft in Nordfrankreich ist unübertroffen!

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